Der Verdacht, die Drogenfahnder hätten B. vorsätzlich verletzt, habe sich nicht erhärtet, erklärte die Exekutive im ORF-Bericht. Die Polizisten hätten sich "ordnungsgemäß zu erkennen gegeben", aber B. habe sich der Amtshandlung widersetzt, worauf körperliche Gewalt angewandt worden sei. Mike B. meinte gegenüber dem ORF, er hoffe, dass sich die Gerechtigkeit durchsetzen werde.
Polizeipräsident Gerhard Pürstl sagte, er stehe solange hinter den Beamten, "solange ich merke, dass ihre Amtshandlungen von den gesellschaftlichen und rechtlichen Werten unserer Stadt unseres Landes getragen sind und das ist nach dem jetzigen Ermittlungsstand der Fall".
Im Augenblick gehe er davon aus, "dass es sich um ein Missverständnis handelt und keine böse Absicht hinter dieser Amtshandlung steht." Die gerichtlichen Erhebungen gehen unabhängig davon weiter.
Für den Wiener Rechtsanwalt Oliver Ertl war die Amtshandlung der Polizei "klar rechtswidrig". Bezug nehmend auf die Verantwortung der Polizei, die Beamten hätten sich ausgewiesen, aber B. habe sich widersetzt, meinte der Anwalt: Auch das rechtfertige nicht eine derartige Gewaltanwendung.
B. selbst widersprach der Polizeidarstellung: Einer der beiden Beamten habe sich erst später ausgewiesen, und zwar in Sekundenschnelle seiner Freundin gegenüber. Der Lehrer blieb bei seiner Version des Vorfalls. Er sei aus der U-Bahn ausgestiegen, die beiden Polizisten in zivil hätten sich auf ihn gestürzt und ihn zusammengeschlagen. In den Augen eines der beiden "war purer Hass", sagte B. Von den Passanten habe ihm niemand geholfen, nur seine Freundin.
Eine Entschuldigung der Exekutive sei bisher ausgeblieben. "Es ist brutal, und es gab keinen Grund, dass mir das passiert ist", sagte der Lehrer. Er habe zuvor keinerlei negative Erfahrungen in Wien gemacht, "das Leben war bis zu diesem Zeitpunkt normal". Körperlich gehe es aufwärts: "Ich fühle mich viel besser", sagte B. Er hatte bei dem Vorfall Wirbelverletzungen und Verstauchungen erlitten.
Irritiert zeigte sich das mutmaßliche Prügelopfer darüber, dass die beiden beteiligten Beamten nach wie vor ihren Dienst versehen: "Ich war wirklich schockiert, als ich das gehört habe." In den USA hätten sie sofort eine Untersuchung und eine Suspendierung bekommen, meinte er.
Ertl betonte, dass der Einsatz körperlicher Gewalt für Polizisten "klar limitiert" sei. Sie dürfe nur angewendet werden, wenn Widerstand stattfinde oder ein solcher drohe. Nun könnte man im Fall Mike B. sagen, es habe einen Tatverdacht gegeben (bis zur Aufklärung der Verwechslung), wie der Anwalt erläuterte. "Aber man ist über ihn hergefallen. Eine solche Vorgangsweise kann vielleicht rechtmäßig sein, wenn jemand in der U-Bahn Amok läuft und bewaffnet herumgeht. Aber was die Polizei Brennan zunächst vorgeworfen hat, wird sicher nicht ausreichen, ihn anzuspringen und zu misshandeln."
Internationale Medien berichten über Österreich -wieder einmal - als Land von Neonazis.
Das ist die Wahrheit.
Überall Nazis .......
Kommentiert von: Omafuma | 14. Mai 09 um 08:37 Uhr
Nein Omafuma, ich bin kein Nazi! Aber ich gebe dir Recht, wenn du hinter jeder Ecke "braune Soße" vermutest. Mich bedrängt das gleiche Bauch-unwohl-sein.
Zum Thema:
Ich würde die Polizisten suspendieren und dann kollektiv auslachen lassen! Sie wären zermartert und am Boden zerstört, wenn sie sehen würden wieviele Menschen vor ihren Häusern stehen und sie beschämen. Alles andere würde nämlich wieder nur zu Gewalt führen. (Wenn man soetwas organisiert: Nicht vergessen, die Demo anzumelden. Sonst wird sie polizeilich aufgelöst. Und in Anbetracht dessen wer da am Pranger steht, ist dies sehr wahrscheinlich!)
Kommentiert von: Morte | 28. August 09 um 13:47 Uhr
Undenkbar in Österleich...
Neues Gesetz soll Minderheiten vor Übergriffen schützen
http://www.news.at/articles/0944/12/254535/mehr-schutz-schwule-behinderte-usa-vor-uebergriffen
Kommentiert von: omafuma | 29. Oktober 09 um 18:56 Uhr